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02.12.2013 um 15:35 Uhr von Andrea ScheidtHallo zusammen
ich möchte euch hier meine Geschichte mitteilen
ich heiße Andrea bin 43 Jahre alt und Mutter von 2 Söhnen. Mein großer Sohn ist aus 1 Ehe und schon 13 und unser kleiner war das absolute Wunschkind meines Mannes und ist jetzt 18 Monate alt. Mein Mann wollte eigentlich nie wirklich Kinder haben weil er nie die richtige Frau dafür gefunden hatte aber bei uns war es einfach das richtige Gefühl und wir haben uns dafür entschieden gemeinsam noch ein Kind groß zu ziehen. Leider war es ihm nicht gegönnt und nun bleibt diese Verantwortung an mir allein hängen.
Mein Mann Benny ist am 29.06.2013 im Alter von 34 Jahren völlig unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben.
Unsere Geschichte ist für mich eigentlich sehr einzigartig. Sie beginnt eigentlich damit das wir uns 2009 im Internet kennengelernt hatten und auch dann persönlich bei einigen Veranstaltungen. Wir hatten damals beide nicht die Absicht da was festes draus werden zu lassen sondern wollten einfach nur befreundet sein. Das ging auch ein paar Wochen total super, wir hatten immer sehr viel Spass und keine weiteren Gedanken an irgendetwas. Ich wollte sowieso nach einer gescheiterten Ehe momentan keine feste Partnerschaft haben oder weitere Kinder. Aber wie es so kommen sollte hat es dann doch eines Tages auf einmal 'zoom' gemacht und wir kamen uns näher. Am Anfang ging alles noch sehr langsam da ich ja auch meinem großen Sohn langsam einen neuen Partner vorstellen wollte. Aber die beiden Männer haben sich super verstanden und mein Sohn drängelte sogar immer das Benny doch vorbeikommen sollte.
Naja wie es sich so entwickelte zogen wir dann auch zusammen und haben dann im Oktober 2010 sogar geheiratet. Ich hatte das Gefühl endlich den Mann fürs Leben gefunden zu haben da wir uns auf eine eigenartige Art auch ohne Worte verstanden haben und immer wußten was der andere braucht. Also so gesagt es war einfach perfekt und alles hat gepasst.
Irgendwann kam dann eben auch von meinem Mann das Gespräch wegen einem Kind was mich sehr wunderte weil ich ja wußte das er eigentlich keins bis dahin wollte. Nach langem Überlegen stimmte ich dann zu und meinte ok wir versuchen es. Ich wurde auch schnell schwanger aber habe das Kind dann leider im Januar 2011 verloren. Mein Mann war damals am Boden zerstört und wir haben uns keinen Druck mehr gemacht wegen einem Kind. Ich wurde aber dann wieder schwanger und wir haben unseren kleinen Sonnenschein im Juni 2012 bekommen. Für meinen Mann war das eine aufregende Zeit und man merkte ihm an das er voll Stolz fast platzte. Das schönste an dieser Sache ist für mich das mir mein Mann während der Schwangerschaft immer sagte ach komm so ne Geburt geht schnell das dauert nur 3 min weil er für sich bestimmt hatte nicht mehr zeit zu haben. Und er hatte echt recht unser Sohn hatte es sehr eilig und die ganze Geburt dauerte wirklich nur 3 min. Ihr könnt euch denken wie oft ich mir das danach noch anhören mußte und wie mein Mann damit überall geprahlt hatte.
Aber sein kleiner war sein ganzer Stolz und er war ein sehr liebevoller Papa. Es tut so weh jetzt zu wissen das mein Kind diesen wundervollen Menschen nicht mehr so kennenlernen darf .
Mein Leben hat sich dann am 20.06.2013 dramatisch geändert. Mein Mann kam an diesem Tag von der Arbeit ganz normal nach Hause. Wir haben noch gemeinsam gegessen und eigentlich wollte ich noch einkaufen gehen. Irgendwie habe ich dann aber doch gesagt ich verschiebe es weil es auch so warm war. Ich hatte dann unseren kleinen in seinen Laufstall getan und ging zur Toilette . Da hörte ich dann einen dumpfen Knall und dachte noch oh weh was haben die Katzen wieder runter geworfen. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam lag mein Mann am Fußboden und reagierte nicht mehr. Ich war wie versteinert. Ich bin sofort hingelaufen und habe ihn angeschrien aber er reagierte nicht und lief blau an. Sofort hab ich den Notarzt angerufen aber auch da hatte ich Probleme durchzukommen da wir Gewitter hatten und ich drehte fast durch. Tausend Nummern hab ich gewählt bis ich endlich durchkam und merkte aber schon das mein Mann in meinem Arm starb.
Als dann der Notarzt da war machte ich die Tür nur auf und sagte ich glaub mein Mann ist tot. Sie haben ihn dann reanimiert und ins Kh gebracht. Ich bin dann nachgekommen und mir wurde nur gesagt er hätte wohl eine Herzrhytmusstörung gehabt und liege nun im Koma.
Ich habe gespürt das mein Mann nicht mehr wirklich da ist das war nur noch seine Hülle aber gestorben ist er vorher zu Hause in meinem Arm. Die nächsten Tage wurde es dann immer schlechter es kamen immer neue Komplikationen dazu. Lungenentzündung, Krampfanfälle, Fieber man konnte ihn nicht aus dem Koma holen und am 28.06. war dann noch ein Darmverschluß dazugekommen. Erst wollte man ihn noch operieren und ich hatte da schon ein sehr mieses Gefühl weil er so schwach war aber ich stimmte dann zu. Abends fuhr man ihn hoch in den Op und die Ärztin wollte mich dann anrufen wenn er wieder auf Intensiv ist. Ich war grade daheim angekommen da kam schon der Anruf und ich wußte da stimmt was nicht das war zu schnell. Man sagte mir ich solle kommen die Organe versagen und man kann nicht operieren. Ich war am Boden zerstört und fuhr sofort wieder los. Als ich ankam hatte mein Mann sich stabilisiert was aber nur von den Maschinen abhing und man fragte mich wie ich jetzt weiter vorgehen will da sich der Zustand nicht mehr bessert sondern eher verschlechtert. Mein Mann wäre nie wieder aufgewacht weil sein Gehirn keine Chance hatte diesen Sauerstoffmangel zu verarbeiten und wenn der Darm platzt würde er eine Blutvergiftung bekommen. Mir wurde aber gesagt wenn ich die Beatmung und die Herzmedikamente verringern lasse dann könne mein Mann in Würde gehen.
Diese Entscheidung war wohl die schwerste meines Lebens weil ich ihn so unendlich geliebt habe und einfach nicht wollte das er für immer weg ist. Aber ich wollte auch nicht das er leidet und das er jahrelang irgendwo teilnahmslos in einem Bett rumliegen muss.
Ich habe dann am Samstag mich dazu entschieden ihn gehen zu lassen und er hat nur 3 Stunden gebraucht und konnte dann einschlafen. Ich weiß das es das richtige war aber es tut so unendlich weh und ich vermisse ihn von Tag zu Tag mehr.
Seit diesem Tag versuche ich einfach nur zu überleben und für meine Kinder da zu sein. Jeder Tag ist so grau und ich hoffe das ich irgendwann auch mal wieder Farben sehen kann. Ich mußte jetzt unseren Hochzeitstag allein überstehen und im Dezember den ersten Geburtstag meines Mannes ohne ihn überstehen. Es ist so grauenhaft schon allein jetzt daran zu denken.
Ich bin allerdings froh das ich hier in Nürnberg eine Selbsthilfegruppe gefunden hab und auch an einigen Seminaren teilnehmen kann und eben nicht so ganz allein damit fertig werden muss. Auch hab ich tolle Freunde in Münster die mich wahnsinnig unterstützen und auffangen und ich da dieses Jahr Weihnachten und Silvester verbringen kann und eben nicht hier allein in meiner Trauer versinke.
So soviel erst mal zu meinem Leben
Andrea